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„Nichts ist wiederholbar“ – Ein Nachruf – Veröffentlicht in der Berliner Zeitung

„Nichts ist wiederholbar“ – Ein Nachruf – Veröffentlicht in der Berliner Zeitung

Der Brief, der mir heute aus dem Kasten schwer entgegenfällt, ist dicker als sonst. Die gleiche Marke klebt darauf, aber der Absender ist ein anderer.  Ich ahne, was drinstehen wird. Wann öffnet man einen solchen Brief? Sofort?

https://www.berliner-zeitung.de/open-source/meine-freundschaft-zu-dem-ddr-autor-helmut-h-schulz-nichts-ist-wiederholbar-li.301743

Ich habe die Begegnung, um die es hier geht, immer wieder neu versucht aufzuschreiben, jedes Mal ein bisschen anders. Sicher hätte der, über den ich erzähle, alles noch besser aufschreiben können. Aber er kann es nicht mehr, deshalb bleibt es bei dem Versuch, das Erlebte in meine eigenen Worte zu packen. Ein Jahr lang durfte ich durch einen Zufall ein kleiner Teil des Lebens des Schriftstellers Helmut H. Schulz sein.

 Es gibt Momente im Leben, da müssen die Dinge genauso passieren, wie sie passieren. Diese Geschichte erzählt von einem. Sie beginnt an einem Sommertag im letzten Jahr in Lütten Klein. Ich hatte im Vorfeld des Urlaubs wie immer verpasst, mich rechtzeitig um ein Urlaubsquartier zu kümmern und so bleibt wieder nur das Gästehaus Lütten-Klein als einzige Möglichkeit einer bezahlbaren Unterkunft in Ostseenähe. In diesem Jahr bewohne ich mit meinem kleinen Jungen Zimmer 834 in dem ehemaligen Arbeiterwohnheim mit Blick auf Plattenbau. Um ehrlich zu sein, liebe ich das. Meine Urlaubsaugen schweifen nicht weniger gern über die vielen Fenster mit den sich dahinter versteckenden Geschichten als über das Meer.

Es ist ein heißer Tag, als ich mit meinem Kind den Entschluss fasse, nicht gleich an den Strand, sondern erst einmal durch die ranzige Passage von Lütten Klein zum Einkaufszentrum am Ende dieses Weges zu gehen. Mir gefällt es, ein bisschen so zu tun, als wenn ich keine Urlauberin bin, sondern eine Weile dort lebe, Teil dieser Szenerie bin. Ich schmuggle mich also in das Leben von Lütten Klein. Auf den Bänken am Rand sitzen schon morgens die traurigen Gestalten eines in die Jahre gekommenen, einstigen DDR-Hoffnungs-Wohngebiets.

Im Einkaufscenter gibt es mehrere Attraktionen, was ich noch vom letzten Jahr weiß. Dazu zählen nicht nur die vielen Rüttelmaschinen, die für einen Euro den Kindern für eine sehr kurze Zeit einen winzigen Spaß bringen. Es gibt auch auf jeder Etage ein Regal, aus dem man sich Bücher mitnehmen kann. Viele davon sind aus dem Bestand der ehemaligen Gewerkschaftsbibliothek VEB Fischkombinat Rostock, wie man an den Stempeln erkennen kann.

Da liegt es in einem der Bücherschränke, ich hatte es gleich gesehen. „Jahre mit Camilla“ von Helmut H. Schulz. Ich stecke es ein und ahne nicht, dass da in meiner Tasche nun etwas liegt, das in naher Zukunft eine wichtige Rolle spielen wird.

Noch am Abend, als der Junge schläft, nehme ich mir das Buch. Es schnappt mich sofort, es trifft einen Nerv. Die Sprache gefällt mir. Es ist die Liebesgeschichte zweier junger Menschen, die die Gefühle füreinander nicht über lange Zeit halten können. Das Leben bringt sie auseinander. Es beschäftigt sich mit den Fragen, die ich mir oft stelle. Was geschieht mit einer Beziehung, wenn sich die Beteiligten auseinanderentwickeln, was wenn die Realität die ersten Vorstellungen vom anderen überzeichnet? Und es erzählt mir etwas von der Generation meiner Eltern.

Noch in dieser Nacht fasse ich den Entschluss, den Autor des Buches zu finden, um ihm von meiner Begeisterung zu erzählen. Ich recherchiere: Helmut H. Schulz ist 90 Jahre alt, er lebt in Berlin.

Geschrieben hat er viele weitere Romane, unter anderem das Buch „Der Sündenfall“, Vorlage des DEFA-Films „Verbotene Liebe“, den ich als Jugendliche so liebte. Seine Bücher wurden, wie die der meisten DDR-Autoren nicht mehr nachverlegt. Ich denke an meine Großmutter. Als wir im Jahr zuvor in Lütten Klein waren, wurde in der Tagesschau vom Tod der Autorin und Erfinderin der DDR-Kinderzeitschrift „Bummi“, Ursula Böhnke-Kuckhoff berichtet. Wie sehr hätte ich mir gewünscht, sie hätte diese Anerkennung schon vor ihrem Tod erhalten und die Gelegenheit bekommen, sich darüber zu freuen.  Man darf mit solchen Dingen nicht warten. Ich werde nichts unversucht lassen, dem Autor von Camilla meine Freude über sein Buch mitzuteilen, überlege ich.

Im Radio läuft Thomas Natschinskis „Lied der Träume“. Alles passt zusammen, das Buch, das Lied von den Träumen, Lütten Klein, der Sommer, mein Junge und ich, denke ich in dieser Nacht in der achten Etage des Gästehauses.

Ich schreibe an Verlage, in denen Schulz veröffentlicht hat, ob sie mir seine Adresse geben können. Das Buch lese ich immer wieder, am Strand, im Auto, am See. Ich streiche die schönsten Stellen an und spreche sie auf das Aufnahmegerät. Dieser Text ist wie ein Lied, das weitersummt, wenn es nicht mehr spielt. Der HeRas Verlag antwortet.  Rainer Schulz, der Sohn von Helmut H. Schulz leitet ihn. Er schreibt: Da haben Sie sich einen der ersten Romane meines Vaters besorgt, der in den 60er Jahren für viel Furore in der DDR gesorgt hat, wie mir mein Vater sagte. Hier ist also seine Anschrift. Ich schreibe an Helmut H. Schulz und stecke den Brief in den gelben Kasten. „Wenn er nicht antwortet, wäre es enttäuschend. Wenn er mir nur einen Satz schreibt, wäre es noch enttäuschender“, schreibe ich in mein Tagebuch.

Nur ein paar Tage später ist der Brief da. „Liebe Frau Katja, ich habe Ihren Brief vor mir, der viele Erinnerungen weckt. Das Buch Camilla wurde vor beinahe fünfzig Jahren geschrieben und ich war offenbar in einer gehobenen Stimmung, als ich es schrieb. Es wurde nachverlegt, kam in Taschenbuchform heraus. Ich erinnere mich an der Debatte unter Fachleuten über meinen Stil, das direkte Einsetzen klarer Rede. Der Verlag wünschte sich einen Epilog von mir auf mein Buch, ich schrieb ihm auch etwas dazu; sie wollten es anders, da zog ich meine Fassung zurück. Ich habe nie etwas geändert oder auf Weisung umgeschrieben, und so lange blieb die Schrift in meinem Schreibtisch. Ihr Brief war der Anlass, alles wieder hervorzuholen, ich denke, dass Sie es verstehen, mit Camilla in ihrer Nähe.… Es wird keine Radioproduktion geben, müssten sich selbst ein Band besprechen und sich allein zuhören oder es mir schicken, ich habe nebenbei gesagt einige Jahre als Hörfunkdramaturg gearbeitet… Dank für Ihren einfühlsamen Brief. Wollen wir darüber sprechen? Schreiben Sie mir, wenn Sie wollen oder rufen Sie mich an. Ich bin Ihr Helmut H. Schulz.“

Aus dem zweiten Brief ziehe ich den Epilog, der sich aus der Schublade von Helmut H. Schulz auf den Weg zu mir gemacht hatte. Es ist nicht nur ein Epilog auf das Buch „Jahre mit Camilla“ geworden, es ist ein Epilog auf das verlorene Land, die verlorene Zeit, das verlorene Leben.

An diesem Tag beginnt eine Brieffreundschaft, die fast auf den Tag ein Jahr anhält, klassisch per Post, mit Marke drauf. Es ist wunderbar. Ein Jahr lang schreiben wir im etwa 14- tägigen Wechselrhythmus, manchmal jede Woche. Ich habe das Gefühl, er wartet mit seiner Antwort etwa so lang, wie mein Abstand gedauert hat. Manchmal fahre ich noch abends zum Briefkasten mit der späten Leerung, damit er den Brief am nächsten Tag in den Händen halten kann.

Unser Briefwechsel wird nicht immer ganz einfach sein. Hin und wieder provoziert er mich, ich schreibe ihm meinen Ärger, woraufhin er antwortet, dass er mit einem Rüffel rechnen musste. Wenn er länger nicht schreibt, werde ich unruhig. Wir schicken uns gegenseitig unsere Texte und schonen den anderen nicht mit Kritik. Mit meinen Texten kann er erst wenig anfangen, später schon mehr. Am Ende nennt er mich immerhin Kollegin.

 Ich lese all seine Romane und Erzählungen, „Stunde nach Zwölf“, „Abschied vom Kiez“, „Spätsommer“, „Alltag im Paradies“. Ein paar schickt er mir, die andere besorge ich mir auf antiquarischem Weg. Er erzählt mir, dass er am Wochenende auf Flohmärkten unterwegs ist, um seine eigenen Bücher zu kaufen. Ich ermutige ihn, sein größtes Werk, das er bereits 1970 begonnen hat, zu Ende zu bringen. Es ist sein größter Wunsch, das noch zu schaffen. Er ist damit beschäftigt, seine Romane archivieren zu lassen. „Ich muss mich unentwegt mit dem Überleben meiner Bücher nach meinem Tod beschäftigen. Es ist grausam“, schreibt er. Ich besorge mir seine Filmempfehlungen und versuche sie mit seinen, mir unbekannten Augen zu sehen.

Er wird schreiben, dass ich ihn gerne anrufen kann. Ich traue mich nur an seinem Geburtstag. Er geht nicht ran, worüber ich offen gestanden froh bin, weil ich die schöne schriftliche Geschichte nicht zerstören will. „Sie können mich auch jederzeit anrufen.“, antworte ich. Er tut es auch nicht. „Wenn es Sie mal in die Nähe ziehen sollte, dann drücken Sie meinen Klingelknopf, anstatt sich zu drücken“, fordert er mich auf und ich mache es tatsächlich. Ich stehe an einem heißen Nachmittag im Sommer vor seiner Tür. Er öffnet nicht. Als jemand aus dem Haus kommt, schiebe ich mich durch die sich langsam schließende Tür. Ich begegne seinem Nachbarn. „Kennen Sie Helmut H. Schulz“, frage ich ihn. „Schulz? Ach, Sie meinen den Autor. Ja, der wohnt hier.“ Er zeigt mir seinen Hauseingang und verspricht, einen Gruß von der Brieffreundin aus Pankow auszurichten. „Haben Sie ihn denn noch nie gesehen“, fragt er mich „Nein, noch nie.“ „Laufen Sie doch noch ein bisschen durch die Straße. Er ist hier oft unterwegs – kleinere Statur, schwarzer Mantel, Schiebermütze.“ „Mantel und Schiebermütze – bei dieser Hitze?“ „Na vielleicht nicht heute. Er sieht aus wie einer von der See, ja wie ein Seemann.“ Ich bleibe noch eine Stunde in der Straße vor seinem Haus und suche ihn, aber ich kann ihn nicht finden, denn er ist ins Krankenhaus gekommen, wie ich später erfahre.

Wir haben uns nie getroffen und nicht miteinander gesprochen, aber eine Kiste voller Briefe steht auf meinem Schreibtisch. Er hat es geschafft, sein Lebenswerk zu veröffentlichen. Im November ist „Stadelhoffs Erben“ im trafo-Literaturverlag erschienen. „Ein Jahrhundertwerk, das mich krank und wehrlos zurücklässt“, schreibt er.

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 Ich hatte mich immer vor dem Moment gefürchtet. Jetzt ist er da. Der etwas dickere Brief im braunen Kasten ist nicht von Helmut H. Schulz. Er ist von Rainer Schulz, seinem Sohn. Aus dem Umschlag hole ich ein Buch über den HeRaS Verlag, den Verlag, den Rainer Schulz mit seinem Vater zu einer Zeit gründete, als es dem Autor nicht gut ging. Es hatte ihm noch einmal einen Schwung gegeben, schreibt Rainer Schulz in dem Buch „Wer schreibt der bleibt?“.  Sie haben Schulz Bücher und die einiger Kollegen mit ähnlicher Geschichte im gemeinsamen Verlag noch einmal veröffentlicht.

Auf dem Buch zum 10-jährigen Jubiläum liegt eine Karte. Helmut H. Schulz ist am 11. Dezember im Alter von 91 Jahren gestorben. Rainer Schulz war es, der unsere Geschichte mit der Weitergabe der Adresse seines Vaters ermöglichte und er ist es, der sie mit diesem Brief beendet.

Helmut H. Schulz war mein Brieffreund, fast auf den Tag ein Jahr lang. Ich wäre gern mit ihm auf Lesereise gegangen, hätte ihm meine Stimme für seine Texte gegeben. Dafür war es zu spät. Er wollte, dass ich in naher Zukunft einige frühe unveröffentlichte Werke einlese. Auch das haben wir nicht mehr geschafft und ich war auch nicht, wie versprochen, im Zerbrochenen Krug im Deutschen Theater, um ihm davon zu erzählen.

Heute Abend bin ich den Weg in Gedanken noch einmal gegangen, vom Gästehaus Lütten Klein zum Einkaufszentrum und hab das Buch herausgenommen. Ich bin noch einmal nachts zum Briefkasten vor der Post mit der Spätleerung gefahren und fühlte den Moment, wenn in meinem Kasten die Antwort lag. Ich habe alle Briefe noch einmal gelesen, dabei die 3. Symphonie von Johannes Brahms gehört, den langsamen Satz, den dritten, den er besonders mochte.

Ich ziehe den Epilog von Camilla aus dem Umschlag. Passenderweise trägt er den Titel: „Über die Unsterblichkeit“.  Darin heißt es: „…Ihnen fällt jene Neujahrsnacht ein, die eiskalt war, aber arm an Schnee, der Kältedunst stand achtern über der See und voraus über dem Bodden, als sie oben allein auf der Wustrower Kirche standen. Es war ein Gefühl der Erwartung wie vor einem Urknall der Welt, und als Schlag Mitternacht von allen Fischlandkirchen die Glocken einfielen, da meinten sie unsterblich zu sein…“ Im nächsten Sommer werde ich mit meinem Jungen auf den Wurstrower Kirchturm steigen. Ich habe es gegoogelt. Das ist möglich.

Es gibt viele wichtigere und nähere Wegbegleiter, die über Helmut H. Schulz erzählen könnten – das ist mir klar. Und obwohl mir die Geschichte so kostbar ist, dass ich sie am liebsten für mich behalten würde, schreibe ich sie trotzdem, weil ich es muss, weil ich diesem großen Erzähler nachrufen will, danke für Literatur, die weiterlebt, weiterleben muss, danke für diese unvergessliche Freundschaft und danke für Camilla.

Es war ein großes Geschenk, das ich da im Sommer letzten Jahres im Einkaufszentrum von Lütten Klein aus dem Schrank gezogen habe. Wer hätte gedacht, wie groß es war.

„Oben in unserem Zimmer schob sich Camilla ihre Kissen zurecht. Ich setzte mich ihr gegenüber und stopfte die Pfeife frisch. Wir warteten auf irgendetwas, vielleicht auf die Stimmung des Sommers. Sie kam nicht. Nichts ist wiederholbar.“ („Jahre mit Camilla“)

Viele Bücher von Helmut H. Schulz sind beim HeRas Verlag erhältlich. „Stadelhoffs Erben“ ist im trafo-Literaturverlag erschienen.

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View Comments (2)
  • Liebe Frau Schrader,
    vielen Dank für Ihren berührenden Artikel in der Berliner Zeitung. Es ist doch verrückt, das Bücher wie „Jahre mit Camilla“ in der Öffentlichkeit nahezu unbekannt sind (auch im allwissenden Internet findet man ja kaum etwas dazu) und im Kanon der lesenswerten Literatur offenbar überhaupt nicht registriert sind. Dabei handelt es sich um eine Perle. Beim Lesen musste ich immer an homo faber von Max Frisch denken. Dabei sind die Robert Kalenders dieser Welt ja nicht mit der DDR untergegangen, die Beschreibung des technikaffinen und leicht soziallegasthenischen Wissenschaftlers empfinde ich als erstaunlich modern. Auch daß sich so jemand zu einer eher anders strukturierten „aufregenden“ Frau hingezogen fühlt, was aber auf die Dauer nicht gut geht, ist ja keineswegs konstruiert, sondern häufig. Heute würde man Robert wahrscheinlich als zum Asperger Spektrum gehörig kategorisieren, aber damit verfällt man natürlich genau derselben sachlich rationalen aber auch Komplexität reduzierenden Denkweise, die ihn in seinen Beziehungen so behindert. Zum Ende des Romans hin habe ich mich dauernd gefragt, wann merkt er es endlich? schließlich hat ihm seine Umwelt ja immer wieder Hinweise gegeben. Aber so geht das eben manchmal. Ich kann absolut nachvollziehen, daß der Verlag damals einen Epilog wollte, denn irgendwie will ich auch wissen, wie es mit den beiden weitergegangen ist.
    Wissen Sie, ob das Buch nochmal aufgelegt wird, und zwar mit Epilog? Das würde mich sehr interessieren.
    In der Zwischenzeit werde ich mich weiteren Büchern von Helmut H. Schulz zuwenden, durch booklooker und Konsorten ist das ja zum Glück kein Problem mehr.
    Also vielen Dank nochmal für diesen wertvollen Hinweis,
    mit herzlichen Grüßen von einem Leser, Wessi und Kinderarzt aus Berlin

    Reinhard Hoffmann

  • Vielen Dank für Ihren stimmungsvollen Text! Ich habe ihn jetzt erst, Ende 2023, gefunden. Wenigstens in dieser Hinsicht erhält mein Jahr einen sinnvollen Abschluß, denn es hatte ja mit Helmut H. Schulz begonnen! Ausgerechnet in einer Onlinepublikation von politisch weit, ja „extrem rechts“ war ein Nachruf erschienen, der mich auf den Autor aufmerksam machte. (In jenen Kreisen warf man sich wohl vor allem auf seine NS-Kindheit; aber ich weiß es nicht mehr genau und bin auch zu faul, nochmal nachzulesen.) Als gebranntes Kind von DDR-Eltern bzw. -großeltern mußte ich es jedenfalls genauer wissen. Genau wie Sie las ich zuerst „Jahre mit Camilla“, und wie ich mich dabei fühlte, na, das haben Sie in Ihrem Artikel zum Ausdruck gebracht. 🙂 Falls Sie noch einmal in diese Kommentarspalte zurückkehren, wäre ich Ihnen über eine kurze Auskunft zum Camilla-Epilog sehr dankbar. Ich habe das, vielleicht auch unter dem Einfluß meines unterregaligen Rewe-Rotweins, nicht ganz kapiert: Ist der Epilog mittlerweile veröffentlicht, oder haben Sie da Insiderwissen? Wie umfangreich ist er? Und steht der Roman dann plötzlich in einem ganz andern Licht da? Also, ich schließe mich den Fragen meines Leserkollegen unten, Reinhard Hoffmann, an. – Nach „Camilla“ habe ich übrigens zu den „Funktionärsschicksalen aus den Kindertagen der DDR“ gegriffen. Hm. „Hm“, im Vergleich zu „Camilla“. Werde dann doch mal lieber die von Ihnen aufgeführten Werke recherchieren. – Nun muß ich hier auf dieser Homepage auch noch ein bißchen über die Autorin Katja Schrader lesen. Einstweilen wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie alles Gute.

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© 2020 Katja Schrader

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